Mein Philosophie Blog

So

04

Mai

2014

Auch die Titanic versteht was von Philosophie

Siehe:

 

https://www.titanic-magazin.de/news/powersaetze-fuers-philosophiestudium-1-5067/

 

Zitat Titanic:

 

  • "Das ist soooooo achtzehntes Jahrhundert."
  • "Puh, was der kategorische Imperativ ist? Fragen Sie mich was Leichteres, irgendwas mit Ethik, glaube ich."
  • "Ich habe ja schon vor Jahren die Existenz von Ideen empirisch nachgewiesen."
  • "Wir bräuchten mal wieder so einen Hegel, der die ganze Welt erklären kann."
  • "Die Philosophie ist ja ohnehin eher so eine Art kleine Schwester der Theologie."
  • "Bourdieu hätte den reingemacht."
  • "Und wenn ich hier vom 'Ende der Logik' spreche, meine ich natürlich irgendeinen postmodernen Quatsch."
  • "Sie heißen Sloterdijk? Wie der Depp im Fernsehen?"
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So

19

Jan

2014

Philosophie - mal kurz und knapp auf den Punkt gebracht

Lustiger Blog-Beitrag hier auf Perspektiefe von "Privatsprache": http://perspektiefe.privatsprache.de/die-geschichte-der-philosophie-auf-den-punkt-gebracht/

 

Ein paar Auszüge daraus finde ich besonders witzig:

 

"Platon (427-347 v. Chr.): Das ist doch logisch. Und im Übrigen suckt die Demokratie gewaltig!"

 

"Aristoteles (384-322 v. Chr.): Egal was, nimm immer die Mitte. Und wie hieß noch gleich das Buch im Regal hinter der Physik?"

 

"Thomas Hobbes (1588-1679): Eigentlich sind wir alle Wölfe."

 

"Ludwig Wittgenstein (1889-1951): Vom Philosophieren ist mein Käfer schon ganz verbeult."

 

"Hans-Georg Gadamer (1900-2002): Lasst uns im Kreis drehen, bis wir schlauer sind."

 

 

Besser kann man Philosophie nicht auf den Punkt bringen. :)

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Fr

17

Jan

2014

Interview mit Tomás Sedlácek "Runter vom Elfenbeinturm!"

Ein neues Interview mit Sedlácek:

 

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/Interview-mit-Tom%25E1s-Sedl%25E1cek-Runter-vom-Elfenbeinturm;art15,1274344

 

Über die Illusion, dass es keinen freien Markt gibt:

 

"Es heißt, es gebe einen freien Markt, freien Handel. Demnach müsste Microsoft Windows frei kopierbar sein. Tatsächlich braucht es internationale Eigentumsrechte, eine Legion von Bürokraten, Rechtsanwälten und Polizisten, die dafür sorgen, dass man dafür zahlt. Falls man da noch einen freien Markt sieht, sollte man zwei Schritte zurücktreten, dann sieht man die Polizisten, Juristen und Bürokraten, die 24 Stunden pro Tag dran arbeiten, die Sache natürlich aussehen zu lassen."

 

Das lässt mich auch an die Piratenideologie denken. Die freie Kopierbarkeit von Inhalten ist ja nur möglich, weil es solche Unternehmen wie Microsoft gibt, die mit aller Härte das Gesetz des Stärkeren durchsetzen. Also diese Freiheit ist wenigstens ein Pyrrhussieg der Befreier und Bürgerrechtler.

Sie verstehen nicht, dass Microsoft, Apple, Google etc. die kapitalistische Logik nicht entfernt, sonder im Gegenzug sogar noch radikalisiert.

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Sa

03

Aug

2013

Böse Philosophen: Über Atheismus, Frühaufklärung & die Lust zu Leben

Ein wirklich tolles Buch, das ich gelesen habe, ist dieses von Philipp Blom, einem Philosophie-Publizisten und Historiker, der heute in Wien lebt.

Es ist weniger ein philosophisches Buch im engeren Sinne, sondern ein historisch-literarisches. Es beschreibt die Geschichte der beiden Aufklärer Denis Diderot und 

Paul Thiry d’Holbach. Ersterer ist heute dafür bekannt eine ausgesprochen umfassende Enzyklopädie zu erschaffen, die manche als den Vorläufer von Wikipedia betrachten.

Spannend finde ich sehr, wie Blom die Tischgesellschaf im Hause D'Holbach als nahezu konspiratives Treffen der Aufklärer beschreibt. Dabei wird immer wieder der Atheismus und auch der leicht hedonistisch angehauchte Philosophie- und Lebens-Wunsch-Stil der beiden angesprochen.

Auch Jean-Jaque Rousseau hat dieser Tischgesellschaft beigewohnt, bei der ausschweifend viel getrunken und gegessen worden sein soll. Dabei kam es allerdings zum Bruch, bei der Rousseau im Buch sehr schlecht wegkommt, als jemand der seinen ehemaligen Freunden in späteren Zeiten cholerisch, ja fast psychopathisch gegenüberstand.

In diese Zeit, als der durchaus gläubige Rousseau mit den beiden Atheisten brach, fällt dann auch seine größte Schaffensphase mit Büchern wie dem Gesellschaftsvertrag etc. Heute allerdings, das ist die Quintessenz des Buches, ist Rousseau tief im französischen Nationalbewusstsein verankert, während Diderot und d'Holbach immer noch von Spott überzogen seien. Und das nur, weil Sie Atheisten - laut Blom wohl die besseren Humanisten - waren.


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Di

23

Jul

2013

Warum der Naturalismus doch wahr ist

Interessant. Nachdem in der analytischen Philosophie jahrelang der Naturalismus Hochkonjunktur hatte, scheint jetzt zur Gegenbewegung ausgeholt zu werden.

 

Thomas Nagel beschreibt ihn als „heroische[n] Triumph einer Ideologie über den Wirklichkeitssinn“ und behauptet, dass die Physik und die Naturwissenschaften wohl nicht alles erklären können. Aber darin liegt meiner Ansicht nach die Krux. Es geht bei einem Reduktionismus oder Naturalismus nicht um eine tatsächliche Erklärung oder Reduktion. Gesellschaftliche Phänomene werden immer viel einfacher auf der Ebene der Soziologie erklärbar sein. Sie hat einfach die Theorien, mit denen man diese Phänomene am knappsten und anschaulichsten erklären kann.

Es geht um die Frage nach dem Sein, der Ontologie. Man sollte den Naturalismus/Reduktionismus nicht als etwas Epistemisches verstehen. Doch das tut Nagel.

 

Wenn wir aber schon den Energieerhaltungssatz ernst nehmen und gleichzeitig mentale Verursachung ernst nehmen, ("Ich will Kaffee" als mentaler Akt, der zum physisch realisierten Anwerfen der Kaffeemaschine führt), dann können wir den Naturalismus nicht leugnen. Auch Markus Gabriel wirft dem Naturalismus vor, den Anspruch einer Religion zu sein, die ein "allumfassendes Ordnungsprinzip zum Fetisch" erhebe. Doch dies scheint mir nur Polemik zu sein. Wenn man nur diese beiden Wahrheiten (Energieerhaltung/mentale Verursachung) zusammenwirft, dann kann man einfach nicht behaupten, dass dualistische oder emergentistische Theorien noch irgendeine Relevanz hätten. Zumindest im ontologischen Sinne. Die Frage der Erklärung ist dann noch nicht berührt.

 

Das allumfassende des Naturalismus besteht eben nicht darin, dass er die verschiedenen Möglichkeiten der Erklärung verbieten will. Er beruht auf zwei simplen Tatsachen - wenn man diese leugnet, dann muss man irgendeine mystische Kraft erlauben (die zwischen Körper und Geist wirkt) und eine physikalische Theorie zu dieser entwickeln. Wer dies nicht tut und gegen den Naturalismus polemisiert, entzieht sich der rationalen Argumentation.

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So

09

Jun

2013

Philosophie-Festival in Köln

Ende Juni findet in Köln in Anlehnung an die Lit.Cologne das erste man die Phi.Cologne statt. Die Welt berichtet unter anderem davon. Einerseits finde ich es wirklich wunderbar, wenn sich ein paar Mitstreiter um eine philosophische Kultur hierzulande kümmern. Diese Kultur existiert derzeit nur rudimentär, wie ich finde. Da könnte die Phil.Cologne wohl tatsächlich etwas dazu beitragen.

Andererseits, wenn ich mir so das Line-Up anschaue, bin ich weniger begeistert. So einen richtig spannenden Philosophen für mich finde ich hier nicht. Und ob Sara Wagenknecht oder Frank Schirmacher irgendetwas mit professioneller Philosophie zu tun haben, darf getrost bezweifelt werden.

 

 

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Mi

05

Jun

2013

Der Bänker Tomáš Sedláček bei Sternstunde Philosophie

Der tschechische Bänker Tomáš Sedláček äußert sich hier auf spannende Weise zur Philosophie der Ökonomie. Für mich war aber weniger entscheidend, dass er die Philosophie als ein kulturelles Phänomen beschrieben hat. Vielmehr finde ich interessant, dass er im Interview stinknormale, alltägliche ökonomischen Handlungsweisen beschreibt. Diese werden von der herrschenden Volkswirtschaftslehre wohl derzeit noch vollkommen ignoriert.

 

Trinkgeld geben ist ja wohl genauso ein ökonomischer Akt wie auch im Supermarkt etwas kaufen, oder in Aktien investieren. Und das Phänomen 'Trinkgeld' lässt sich nunmal (meiner Meinung nach) gar nicht mit dem "homo oeconomicus" vereinbaren.

Außer vielleicht wenn man einen tautologischen Nutzenbegriff hat und überall einen nutzenerwägendes Handeln sieht. Aber das erklärt Sedláček in seinem Buch "Die Ökonomie von Gut und Böse".

 

 

 

 

 

 

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